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24.05.2016
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 Sirius Black & Kassiopeia Lloyd

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BeitragThema: Sirius Black & Kassiopeia Lloyd   Di Mai 24, 2011 8:16 pm

Der erste September. Eine schwarze altertümliche Lok, aus der noch Dampf stieg. Ein Signal, welches die auf dem Gleis Stehenden darauf hinwies, dass der Zug losfuhr. Und dann setzten sich die Räder in Bewegung.
"Wiedersehen!"
Kassiopeia Lloyd stand an einer offenen Tür und winkte ihrem Vater, der sie und ihren Zwillingsbruder zum Bahnhof gebracht hatte. Erst nachdem der Hogwarts-Express um eine Ecke gebogen und ihr Vater außer Sichtweite war, schloss Kassiopeia die Tür, um sich mit Lawrence ein leeres Abteil zu suchen.
"Hey, Lawrence! Hier ist noch ein Platz frei!"
Ein elfjähriger Junge, der beste Freund des jungen Lloyd, winkte Kassis Bruder zu sich. Er sah sie nur bittend und gleichzeitig entschuldigend an. Die junge Hexe winkte grinsend ab und bedeutete ihm, dass er ruhig gehen konnte. Sie würde auch allein fündig werden.
Mit ihrem schweren Koffer im Schlepptau und dem Eulenkäfig oben drauf, zwängte sie sich durch den engen Gang. Wieso konnten sie den auch nicht breiter machen? Immerhin war es ein Zug, der sie zu einer Zauber-Schule bringe würde. Da musste doch ein breiter Gang drin sein. Kostete doch kein Geld.
Während Kassi sich so ihre Gedanken machte - dabei ging es ganz normal darum, in welches Haus sie wohl kommen würde, wen sie dort alles kennen lernen würde, wer ihre Lehrer waren und und und -, wurde sie unsanft von hinten angerempelt. Nur eine Sekunde später schrie ihre Eule auf.
Sofort wirbelte das Mädchen herum und sah, wie ein Junge eine Feder in der Hand hielt die eindeutig von ihrem Haustier stammte.
"Spinnst du?!", fauchte sie ihn an. "Du kannst doch nicht einfach meiner Eule eine Feder ausreißen!"
"Hab dich nicht so, ist doch nur eine Feder!", erwiderte der Junge spöttisch.
Ehe er sich versah, kletterte Kassi über ihren Koffer - was in Chaos ausartete - und sprang ihn an. Sie konnte es absolut nicht leiden, wenn man ihrer Eule etwas tat. Und jeder, der es sich erdreistete, würde ihre Rache zu spüren bekommen. So auch dieser Schüler.
"Bist du wahnsinnig?! Geh runter von mir!"
"Du hast meiner Eule eine Feder ausgerissen! Ich kann dir ja mal ein Haar ausreißen! Mal sehen ob dir das gefällt."
Ein Freund des angegriffenen Jungen kam ihm zu Hilfe und zog die zierliche Erstklässlerin von ihm herunter und verfrachtete sie hinter sich. Doch Kassi gab sich nicht geschlagen. Sie wollte die Ehre ihrer Eule verteidigen, mit allen Mitteln, die ihr recht waren.
Da sie nicht an dem Freund vorbei kam, der mindestens zwei Köpfe größer war als sie selbst, musste sie zu anderen Maßnahmen greifen. Kurzerhand holte sie mit dem rechten Arm aus, um zuzuboxen. Dabei stieß ihr Ellbogen allerdings gegen ein Hindernis, welches plötzlich aufgetaucht war. Und es fühlte sich nicht wie die Wand eines Abteils an. Ganz im Gegenteil. Kassi drehte sich um und sah, dass es das Gesicht eines anderen Jungen war. Er musste jedoch in ihrem Alter sein.
"Was machst du denn hier?", blaffte sie ihn an; nicht wissend, um wen es sich dabei handelte.


Zuletzt von Kassiopeia Lloyd am Mi Mai 25, 2011 5:27 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Sirius Black & Kassiopeia Lloyd   Di Mai 24, 2011 10:07 pm


Endlich. Da war er. Der lang ersehnte, erste September. Aufgeregt und unruhig hin und her zappelnd standen zwei Kinder, ein Junge und ein Mädchen, in Begleitung ihrer Eltern an der Trennwand zwischen Gleis 9 und 10 auf dem Bahnhof King's Cross mitten in London. "Wir fahren jetzt nach Hogwarts! Wir fahren jetzt nach Hogwarts!", rief das Mädchen aufgeregt und zupfte am Ärmel des merkwürdigen Umhanges der Frau, die nur einen kühlen, ermahnenden Blick für ihre Tochter übrig hatte, der das Mädchen offensichtlich dazu bringen sollte, ihren aufgeregten Sing Sang zu unterlassen. Der Blick verfehlte jedoch seine Wirkung und verleitete das Mädchen nur dazu, zu ihrem Bruder zu hüpfen. "Sirius, Sirius, wir fahren jetzt nach Hogwarts!", rief sie wieder vergnügt, dieses Mal noch lauter, und einige Passanten sahen sich erstaunt nach dem Mädchen um und ließen ihren misstrauischen, skeptischen Blick auf der merkwürdigen Kleidung der Familie ruhen, ehe sie kopfschüttelnd weiter gingen. "Rosaly!", rief Mrs. Black ermahnend. "Jetzt sei endlich still und hör auf hier in der Öffentlichkeit so laut zu reden!" Der Junge mit den rabenschwarzen Haaren betrachtete seine Schwester nur einen kurzen Augenblick und sah dann wieder zu der Mauer, die er bereits seit einer viertel Stunde nicht aus dem Blick gelassen hatte. "Mum!", rief er genervt. "Können wir endlich?" Ungeduldig griff er mit der einen Hand nach seinem riesigen Schrankkoffer und mit der anderen den Käfig, in dem eine kleine Eule den Kopf unter den Flügel geschoben hatte und friedlich schlief. Fast gleichzeitig lehnte sich die Familie gegen die Absperrung zwischen Gleis 9 und 10 - und war ganz plötzlich verschwunden.

Während am Bahnhof King's Cross alles seinen gewohnten Gang nahm und kein einziger Passant auch nur das plötzliche Verschwinden der Familie bemerkte, die bis eben noch an der Absperrung gestanden hatte, erschienen die vier Menschen auf der anderen Seite, so als ob überhaupt nichts gewesen wäre und sie einfach nur nach einander durch eine Tür gegangen wären. Hinter der magischen Absperrung, die eine Grenze zwischen der magischen und der nichtmagischen Welt bildet, tumelten sich sich die Menschen. Eine alte Lok stand auf den Gleisen, dampfte und rauchte vor sich hin und wartete darauf, die vielen Kinder in ihre Schule zu bringen: Hogwarts, der Schule für Hexerei und Zauberei. Eltern verabschiedeten ihre Kinder, Kinder begrüßten ihre Freunde und die Erstklässler waren mit ihren piepsigen Stimmen über allen zu hören. Einen Augenblick blieb Sirius stehen und bestaunte die Dampflok, dann drehte er sich zu seinen Eltern um. "Seid brav!", ermahnte Mrs. Black ihre beiden ältesten Kinder, so wie jede Mutter es tat. "Und bereitet uns keine Schande, hört ihr?!" Mr. und Mrs. Black bedachten ihre Zwillinge mit einem kalten, strengen Blick, der einem einen unangenehmen Schauer über den Rücken jagen konnte. "Dass ihr mir ja nach Slytherin kommt!", erinnerte Mr. Black noch, dann drehte sich das Ehepaar um und ging davon, noch ehe die Kinder in den Zug gestiegen waren. Kein Abschiedskuss, keine Umarmung, kein Auf Wiedersehen oder ein Winken. Mr. und Mrs. Black drehten sich noch nicht einmal um.
Sirius und Rosaly sahen ihren Eltern einen Augenblick lang nach und für den Bruchteil einer Sekunde hoffte Sirius, seine Eltern würden sich noch einma umdrehen und zumindest Winken, aber da hatte er sich getäuscht. "Na, dann, mal los!", sagte er fest entschlossen, niemanden zu zeigen, was er sich gewünscht hatte, und grinste seiner Schwester freudig zu. "Auf nach Hogwarts!"

Sirius zog seinen Koffer unsanft zum Zug und zerrte ihn, ohne Rücksicht auf Verluste, die wenigen Stufen hinauf. Danach half er seiner Schwester. "Mensch, Rosy, was hast du denn alles eingepackt?" , fragte er neckisch und sah zu, wie sein Zwilling zu seinen Freundinnen ging, die schon aufgeregt nach ihr riefen und sie zu sich wunken. Daher machte sich der Junge in die andere Richtung auf die Suche nach einem freien Abteil und einem bekannten Gesicht. Irgendwo in der Mitte des Zuges vernahm er eine hysterische Mädchenstimme und als er näher zum Ort des Geschehens kam, bot sich ihm ein erstaunlicher Anblick. Ein Mädchen, kaum älter als er selbst, hockte auf einem Jungen, der locker zwei Jahre älter und ebenso viele Köpfe größer war als sie, und trommelte mit ihren kleinen Fäusten auf ihm herum. Sirius war lurz davor zu lachen. Als das Mädchen auch noch von einem Freund des anderen Jungen ebenmal hochgehoben und von dem Jungen gezerrt wurde, sie aber immer noch nicht aufgeben wollte, konnte er einfach nicht mehr an sich halten und brach in schallendes Gelächter aus. Zumindest so lange, bis in der Ellebogen des Biests mitten im Gesicht traf, genau auf die Nase. Da blieb ihm für einen Augenblick die Luft weg.
"Was machst du denn hier?", blaffte sie und Sirius starrte sie ungläubig an. "Was soll das denn bitte werden?" , fragte er das Mädchen erstaunt. "Kannst du noch nicht mal richtig zielen? Der Typ, den du treffen wolltest, steht vor dir, nicht hinter dir!" Nur um sicher zu gehen, dass sie auch verstand, was er meinte, zeigte er ihr mit der Hand was er mit vorne und hinten meinte, während die zwei älteren Schüler sich grinsend verdrückten. "Hat sich jetzt sowieso erledigt", erklärte er schulterzuckend. "Übrigens: es ist effektiver, unters Kinn, in den Magen oder noch ein Stück tiefer zu schlagen. Mit den Fäusten gegen die Brust bringt nicht viel." Er zwinkerte ihr zu, griff nach seinem Koffer und versuchte irgendwie zwischen dem Mädchen und ihrem eigenen Koffer hindurch zu kommen.
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BeitragThema: Re: Sirius Black & Kassiopeia Lloyd   Mi Mai 25, 2011 5:25 pm

Ganz leicht die Nase rümpfend lauschte Kassiopeia den Worten des unbekannten Jungen. Schlimm genug, dass er in schallendes Gelächter ausgebrochen war, aber ihr jetzt noch einen Vortrag zu halten... das ging gar nicht!
"Du hältst dich für besonders schlau, was?", fragte sie ihn schnaubend, mit einem Nicken auf seine Hand deutend, als er ihr erklärte, wo vorne und wo hinten war. "Ich weiß sehr wohl, wo vorne und hinten ist."
Für wen hielt er sich eigentlich? Kassi konnte es gar nicht leiden, wenn sich jemand in Angelegenheiten einmischte, die ihn nichts angingen. Den Ellbogenchek hatte er definitiv verdient, so viel war jetzt klar. Und ging er ihr weiter auf die Nerven mit seinem besserwisserischen Gehabe, bekam er gleich einen zweiten hinterher.
"Willst du dich als Testobjekt anbieten?", wollte sie gehässig wissen und ließ kurz ihre Augenbrauen synchron hüpfen.
Als er Anstalten machte, an ihr vorbeizugehen, stemmte sie die Hände in die Hüften und stellte sich dem vorlauten Jungen kurzerhand in den Weg. So schnell ließ sie ihn nicht gehen. Immerhin war er daran schuld, dass der Federdieb entkommen konnte. Jetzt musste er mit den Konsequenzen leben. Vorwurfsvoll funkelten ihre Augen auf.
"Hiergeblieben", sagte sie verstimmt. "Wir beide sind noch nicht fertig."
Selbst wenn sie sich ihm nicht in den Weg gestellt hätte, wäre der Junge nicht an ihr vorbei gekommen. Ihr Koffer lag schräg im Gang, darunter ihre Tasche und obenauf der Käfig mit der um eine Feder ärmeren Eule.
"Mischst du dich gerne in fremde Angelegenheiten ein?", wollte sie wissen.
Ihre schokobraunen Augen glitten über die Statur des Jungen. Er war ungefähr so groß wie sie, vielleicht zwei Zentimeter größer. Aber das fiel nun wirklich nicht auf. Eigentlich sah er ja auch ganz nett aus, er strahlte etwas Freches und Gewitztes aus; eindeutig der so genannte 'spitzbübische Charme'.
Kassi konnte sich vorstellen, gut mit ihm auszukommen, aber erst einmal mussten die Fronten geklärt werden. Wie er wohl hieß? Bevor sie danach fragen konnte, ruckelte der Zug so kräftig, dass Kassi das Gelichgewicht verlor und nach vorne stolperte. Jedoch konnte sie sich rechtzeitig abfangen und so einen Zusammenstoß vermeiden.
"Wie heißt du?", fragte sie nun doch.
Wer auch immer er war und wohin diese Bekanntschaft auch führen mochte... Kassi war froh, schon jemanden kennengelernt zu haben, wenn auch etwas eigenwillige Art und Weise. Vielleicht wurden sie ja Freunde. Vielleicht aber auch nicht. Es würde sich im Laufe der Zeit herausstellen.
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BeitragThema: Re: Sirius Black & Kassiopeia Lloyd   Mi Mai 25, 2011 6:20 pm

Was für eine aufgeblasene Zicke war das denn? Erst haute sie ihm ohne Grund den Ellebogen ins Gesicht und dann hielt das Biest es noch nicht einmal mehr für Nötig sich in irgendeiner Weise zu entschuldigen? Na, das konnte ja ein Spaß werden. Aber anstatt einfach dann die Klappe zu halten und Sirius in Ruhe zu lassen, begann sie sich auch noch aufzuplustern wie ein Vogel im Winter. Genervt rollte er mit den Augen. "Zumindest schlauer als du!", entgegnete er. "Immerhin weiß ich, wo vorne und hinten ist, im Gegensatz zu dir!" Das Mädchen hatte es echt faustdick hinter den Ohren. Aber so wirklich begeistert schien sie von Sirius' gutgemeinten Rat nicht zu sein. Ebenso wenig wie Sirius darauf erpicht war, ihr Testobjekt zu werden. Hatte er etwa nichts besseres zu tun? "Das hättest du wohl gerne, was?", fragte er grinsend. "Geh träumen, dann passt das vielleicht. Und hör auf so komisch mit den Augenbrauen zu hüpfen! Was soll das denn werden? Typisch Mädchen!" Leicht schüttelte er den Kopf. Was wollte das Mädchen denn bitte damit bezwecken? Das wurde im defnitiv zu dumm hier.
Er versuchte sich an ihr vorbei zu schieben und sie stellte sich mit in die Hüfte gestemmten Hände vor ihn. "Hiergeblieben", sagte sie verstimmt. "Wir beide sind noch nicht fertig." Hoppla, was war denn jetzt plötzlich mit der los? "Sag mal, du willst unbedingt Stress, oder?" Sirius starrte das Mädchen ungläubig an. Erst legte sie sich mit den Jungs an, die beide mehr als zwei Köpfe größer waren, als sie und dann wollte sie noch nicht mal Sirius in Ruhe lassen, der, wenn man mal ehrlich ist, doch eigentlich recht freundlich reagiert hatte. Immerhin hatte sie ihm eine verpasst, obwohl er ihr nichts getan hatte, und nicht umgekehrt. "Ich denke, wir sind hier sehr wohl fertig! Such dir ein Abteil, treff dich mit deinen Freundinnen und rede mit ihnen über ... Puppen, aber lass mich in Frieden", erklärte er ihr langsam und deutlich, damit auch sie es verstehen konnte und versuchte erneut, sich an ihr vorbei zu schieben. Angesichts des quer liegenden Koffers war die allerdings alles andere als leicht. "Herr Gott nochmal, du musst dich aber auch extra breit machen, was?!" Schnell wurde der Käfig mit der Eule dem Mädchen in die Hand gedrückt und der Koffer unsanft beiseite geschoben, damit der Gang endlich wieder frei war. "Nein", erklärte er ihr währenddessen, als sie fragte, ob er sich immer in die Angelegenheiten anderer einmische. "Normalerweise nicht. Und wenn ich dich freundlich darauf hinweisen darf: Du hast mir eine verpasst und ich nicht dir. Du hast mich ja quasi dazu gezwungen, hier stehen zu bleiben. Und eingemischt habe ich mich im Grunde auch nicht." Mit jedem Wort wurde die Stimme des Jungen ein Stück genervter. Das konnte das Biest doch nicht ernst meinen!
"Wie heißt du?", fragte sie urplötzlich. Erstaunt hielt Sirius inne. "Was?", fragte er rethorisch, die Frage hatte er sehr wohl klar und deutlisch verstanden. In dem Moment machte der Zug einen unsanften Ruck und das Mädchen stolperte. Fast schon automatisch hob Sirius die Arme, um sie im Notfall aufzufangen, was, zu seinem Glück, überhaupt nicht nötig war, da sie sich selbst noch rechtzeitig fing. Um seine plötzliche Bewegung zu verstecken - wie konnte er diesem Biest nur helfen wollen? -, ließ er die eine Hand lässig wieder in die Hosentasche gleiten und hielt ihr die andere ausgestreckt entgegen. "Ich bin Sirius Black. Und du?"
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BeitragThema: Re: Sirius Black & Kassiopeia Lloyd   Mi Mai 25, 2011 7:13 pm

Die Nase erneut rümpfend, äffte sie ihn lautlos nach und streckte ihm kurz darauf die Zunge raus.
"Koordinier du doch einfach deine Schritte ordentlich, dann läufst du nicht Gefahr von einem Ellbogen getroffen zu werden", meinte sie schulterzuckend.
Sie verstand nicht, wieso der Junge sich so künstlich mukierte. Er war doch gar nicht der Leidtragende, sondern ihre arme Eule, die nun eine Feder weniger zu ihrem Kleid zählen musste! Sie konnte sich ja nicht wehren. Er hingegen hätte ja stehen bleiben und ausweichen können. Also. Er war eindeutig nicht das Opfer.
Als er meinte, sie solle das mit dem Hüpfen der Augenbrauen lassen, zog sie diese zusammen, sodass sich kleine Fältchen zwischen ihnen bildeten und ihre Stirn leicht kraus zogen.
"Mecker nicht so viel rum. Es ist doch nichts passiert. Und überhaupt", schnappte sie und reckte leicht ihr Kinn. "Was heißt hier 'Typisch Mädchen!'? Es gibt auch genug Jungs, die mit den Augenbrauen hüpfen. Sei nicht so störrisch. Hab mehr Spaß."
Sie schüttelte leicht den Kopf, als er sie ungläubig anstarrte fing sie an zu lachen.
"Nein, ich will keinen Stress. Ich bin total locker", gab sie unbeschwert von sich. "Du meckerst doch die ganze Zeit rum."
Seinen Ratschlag, sich in ein Abteil zu verziehen und mit Freundinnen zu unterhalten kommentierte sie mit einem Schnauben.
"Erstens bin ich gerade auf der Suche nach einem leeren Abteil. Zweitens habe ich hier noch keine Freunde und drittens... gibt es keinen dritten Punkt, aber der fällt mir sicherlich noch ein", schloss sie und nickte bekräftigend.
Entrüstet öffnete sie den Mund, da er sich darüber aufregte, dass sie sich 'extra breit machte', was überhaupt nicht stimmte! Wie konnte er das nur sagen? Sie war ein Mädchen von zierlicher Gestalt, wie sollte sie sich da breit machen können? Und dafür, dass ihre Sachen im Gang verstreut lagen, konnte sie ja auch nichts. Wäre es hier breit genug, dass wenigstens zwei Personen nebeneinander herlaufen könnten, hätte er locker vorbei gehen können. Und statt rumzumotzen, könnte er ihr ja auch seine Hilfe anbieten, denn der Koffer war nicht gerade leicht.
Bevor sie ihm das jedoch sagen konnte, drückte er ihr ihren Käfig in die Hände, den er vor dem Runterfallen bewahren wollte. Verdutzt nahm sie ihn entgegen und beobachtete ihn dabei, wie er ihren Koffer beiseite schob.
"Du bist doch in meinen Ellbogen reingelaufen", schickte sie murrend zurück und streichelte mit dem Zeigefinger vorsichtig über das weiche Federkleid ihrer Eule; seinen immer genervter werdenden Tonfall überging sie geflissentlich. "Übrigens: Wenn ich da einen blauen Fleck bekomme, weil deine Nase mich anspringen musste, dann..."
Verwundert sah sie, dass er die Hände gehoben hatte, wollte er sie im Notfall etwa auffangen? Das war ja nett. Kurz darauf ließ er seine Hände jedoch in die Hosentaschen gleiten, offenbar wollte er sich seine Hilfsbereitschaft nicht anmerken lassen. Ganz leicht begann Kassiopeia zu schmunzeln, ehe sie seinen Namen vernahm.
Sirius Black also. Der Name hatte Stil, er gefiel der jungen Hexe. Seine ihr entgegen gestreckte Hand nahm sie freudig lächelnd entgegen - vergessen war die Wut über sein plötzliches Auftauchen, welches der Federdieb zur Flucht genutzt hatte - und schüttelte sie kurz.
"Kassiopeia Lloyd. Freut mich, dich kennenzulernen."
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BeitragThema: Re: Sirius Black & Kassiopeia Lloyd   Do Mai 26, 2011 9:43 pm

Das dunkelhaarige Mädchen äffte ihn nach und streckte ihm dann die Zunge raus. Sirius verschränkte seine kurzen Arme vor der Brust und starrte das Mädchen finster an. "Könntest du deine Schläge richtig koordinieren, hätte der Typ von vorhin jetzt zumindest ein blaues Auge und hätte sich nicht so über dich lustig gemacht", erwiderte er bissig und musterte das kleine Biest, wie er sie insgeheim getauft hatte. Sie war nur ein kleines Stückchen kleiner als er selbst, hatte langes rabenschwarzes Haar, dass ihr locker über die Schultern fiel, und große, dunkle Augen, die angriffslustig glitzerten. Sirius kam nicht umhin, ihre Schlagfertigkeit zu bewundern. Im Gegensatz zu den anderen Mädchen, die er bisher kennen gelernt hatte, brachte sie zumindest ganze Sätze aus ihrem Mund und hatte in der gesamten Zeit, die sie nun schon sich kebbelnd auf dem Gang standen, was für den kleinen Jungen fast schon eine Ewigkeit zu sein schien, kein einziges Mal über Puppen oder pinke Kleider oder sonst irgendeinen Mädchenkram geredet. Doch gerade als er ein wenig Sympathie für sie empfand, begann sie schon wieder munter vor sich her zu plappern. "Meine Güte, halt einfach die Klappe, wenn du keine Ahnung hast!", stöhnte Sirius und rollte genervt mit den Augen. Sie hatte das doch vollkommen falsch verstanden. Das Typisch Mädchen! seinerseits war doch überhaupt nicht auf ihr komisches Augenbrauengehüpfe bezogen, jedenfalls nicht nur auf dieses, sondern viel mehr auf ihr komplettes Gehabe. Allerdings machte er sich nicht die Mühe, das Mädchen über seine ursprüngliche Aussage aufzuklären. Sollte sie doch glauben, was sie wollte.
"Oh, ja, ich merke, du bist total locker!" Pure Ironie sprach da aus ihm, eine absolut gefühlslose Emotion, die seiner Stimme eben diesen Klang gab. Sie und locker?! Das er nicht lachte. So wie die sich verhielt, war ja sogar seine Mutter lockerer und die hatte er noch nicht in seinem Leben lachen sehen, jedenfalls nicht mit ihm.
Als das Biest ansetzte und ihm Gründe aufzählte, warum sie sich nicht zu ein paar Freundinnen in ein Abteil verzog, rechnete er fest damit, dass sie ihm absolut überragende Erklärungen lieferte. Dass sie jedoch bereits bei Punkt Drei aufgab, felsenfest versicherte, später noch einen zu liefern, und ihre eigene Aussage bekräftigend benickte, brachte Sirius zum schmunzeln. Vielleicht war sie doch gar nicht mal so übel? Vielleicht ein bisschen biestig und zickig und sie hatte eine große Klappe, aber rein theoretisch war das nichts, mit dem Sirius nicht ebenso glänzen konnte. Er konnte genau sehen, wie sie am liebsten etwas darauf erwiedern hätte, als er sagte, sie hätte sich nicht so breit machen sollen, aber das er ihr ihren Käfig in die Hände drückte, um den Koffer bedenkenlos, wenn auch unsanft, wegschieben zu können, verschlug ihr offensichtlich die Sprache, die sie leider nur zu schnell wieder fand. "Oh, man, ein einfaches Danke hätte es echt getan. Und wenn du da einen blauen Fleck bekommen solltest, dann sag deinem Ellebogen, er soll sich beim nächsten Mal gefälligst die Luft als Gegner suchen. Die leistet weniger Widerstand!" Selbst Sirius hätte diesen Anstand gehabt.
Sirius war sich nicht sicher, in wie fern das Mädchen seine Geste bemerkt hatte, aber zumindest ging sie nicht weiter darauf ein und schüttelte nur freudig strahlend seine Hand. Kassiopeia Lloyd. Der Name sachte Sirius zwar so überhaupt gar nichts, aber wenigstens war es nicht so ein Null Acht Fünfzehn Name und in gewisser Weise - er würde es nie im Leben zugeben - gefiel er ihm. "Ganz meinerseits", murmelte er, skeptisch dieser mehr als förmlichen Erwiderung und grinste dann schief. "Na, wenn du noch keine Freunde hat, will ich mal nicht so sein. Komm mit, suchen wir uns ein Abteil."
Das waren eben Kinder. Eben noch die größten Feinde auf Erden und nun sowas wie Freunde. Auch wenn das vermutlich noch keinem der beiden wirklich bewusst war.
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BeitragThema: Re: Sirius Black & Kassiopeia Lloyd   Fr Mai 27, 2011 4:22 pm

Die junge Hexe betrachtete ihren Gegenüber leicht skeptisch, schwieg aber. Was hatte sie schon noch dazu zu sagen? Für sie waren es reine Feststellungen von seiner Seite aus, an denen nicht mehr gerüttelt werden konnte. Oder zumindest wollte sie es nicht. Er war ohnehin schon vollkommen genervt von ihren Widerworten.
"Danke", sagte sie dann einfach dahin, man hörte ihr an, dass sie es dennoch ernst meinte.
Sie wollte sich nicht weiter mit ihm anlegen, viel zu groß ware ihre Neugier auf Sirius. Sein Charakter erschloss sich ihr allerdings nicht sofort. Einerseits war er nett und hatte Sinn für Humor, andererseits jedoch war er schnell genervt - wie eben bewiesen -, was widerum Kassi nervte. Für einen Elfjährigen wollte er ganz schön erwachsen wirken, zumindest kam es bei ihr so an. Allein seine Haltung, sein Blick, die Art wie er sprach und mit Kassiopeia umging. Und nichts konnte sie weniger ausstehen, als ein Kind in ihrem Alter, welches ganz groß sein wollte.
Den Eulenkäfig noch immer in ihren Armen, lauschte sie weiterhin seinen Worten und kam dabei schnell zu einem Entschluss - trotz seines gewollt gelangweilten und dezent überheblichen Gehabes mochte sie ihn. Kassi war schnell darin, einen Menschen (nicht) zu mögen. Und in 97 Prozent aller Fälle blieb die Entscheidung bestehen. Für sie war es nicht von Bedeutung, in welches Haus Sirius kommen würde. Sie war der festen Überzeugung, dass die beiden sich auch weiterhin verstehen würden, wäre er beispielsweise ein Ravenclaw und sie eine Hufflepuff.
Sirius' Vorschlag, sich zusammen ein Abteil zu suchen, riss sie zurück in die Realität. Etwas verdutzt sah sie ihn an, musste dann aber grinsen.
"Bist du immer so großzügig, wenn es darum geht, mit jemandem Freundschaft zu schließen?", fragte sie neckend und verfrachtete ihren Käfig zurück auf den Koffer.
So wie er es gesagt hatte, klang es wirklich wie eine Wohltätigkeit Kassi gegenüber. Damit konnte sie allerdings leben. Mit beiden Händen den Griff umschließend, zog sie ihren Koffer hinter sich her, auf dem Weg um ein leeres Abteil zu suchen.
Der Streit vor nur wenigen Augenblicken war wirklich vollkommen vergessen, Kassi war wieder die Ruhe selbst und so aufgeschlossen wie eh und je.
"Du glaubst gar nicht, WIE locker ich sein kann. So locker, dass ich fast schon wieder steif wirke."
Wieder bekräftigte sie ihre Worte mit einem Nicken; jenes wurde allerdings diesmal von einem entschlossenen Schnauben begleitet. Mittlerweile vermisste sie ihren Zwilling Lawrence nicht mehr. Sirius Black war eine angenehme Gesellschaft und sie hoffte, dass sie die restliche Zugfahrt über noch viel Spaß zusammen hatten.
"Schau mal, wir haben Glück!", sagte sie erfreut und öffnete eine Abteiltür.
Mühsam quetschte sie sich durch die Tür und zog ihren Koffer hinterher, Das Abteil war nicht unbedingt viel breiter als der Gang, so kam es ihr zumindest vor. Seufzend hielt sie in der Mitte an, für Sirius war genug Platz um hineinzukommen.
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BeitragThema: Re: Sirius Black & Kassiopeia Lloyd   So Mai 29, 2011 3:16 pm

Als Kassiopeia nichts erwiderte, blickte Sirius erstaunt von ihrem Koffer auf, den er nun endlich doch noch beiseitegeschoben bekam. Nur mit Mühe verkniff er sich ein Kommentar á la Keine Sprache mehr? und grinste sie stattdessen an. Irgendwas Nettes hatte sie ja wirklich an sich. "Großzügig?", fragte er nach und begleitete seine Worte mit einem ratlosen Schulterzucken. Er hatte absolut keinen blassen Schimmer was Kassiopeia da von ihm wollte. Wie konnte man denn großzügig sein, wenn es um Freundschaften schließen ging? Noch einmal zuckte Sirius mit den Schultern und entschloss sich, erst mal nicht weiter auf die Frage einzugehen. Das Mädchen packte sowieso ihren Käfig wieder auf ihren Koffer, um diesen dann hinter sich herzuziehen und Sirius tat es ihr gleich. Vielleicht würde sie diese merkwürdige Frage auch einfach wieder vergessen oder so.
Die Gänge des Zuges waren definitiv viel zu eng für die viel zu großen Koffer der Schüler. Immer wieder eckte Sirius mit seinem an die Wände und ließ einen lauten, dumpfen Schlag durch den Zug gehen. Teilweise wunderte er sich, dass er noch keine Macke in irgendeine Tür gehauen hatte oder einer der Insassen eines Abteils genervt rausgekommen war. „Oh, ja, du bist unheimlich locker“ , wiederholte Sirius sich noch einmal, dieses Mal jedoch mit einem frechen Grinsen und einer freundlichen, ironischen Stimme. Ob Kassiopeia wirklich so locker war, wie sie so gerne betonte, würde sich ja noch zeigen. Immerhin hatten sie ja wahrscheinlich noch den ganzen Tag über zusammen. Sirius und Kassiopeia liefen also durch den schmalen Gang, auf der Suche nach einem Abteil, so als wären sie schon immer Freunde gewesen.
Er folgte dem Mädchen in das leere Abteil, das sie gefunden hatte, hob seinen Koffer mit einigen Schwierigkeiten auf die Gepäckablage über ihren Köpfen und ließ sich dann auf einen der Sitze am Fenster fallen. “Verflucht, sind die Teile klein!“ , sagte er und ließ seinen Blick umherschweifen. „Und sowas soll ein Zug zu einer Zauberschule sein?“ Sirius schüttelte kurz den Kopf und verfrachtete dann den Käfig seines JayJay, der friedlich den Kopf unter den Flügel gelegt hatte, auf den Sitz neben der Tür.
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BeitragThema: Re: Sirius Black & Kassiopeia Lloyd   So Mai 29, 2011 3:41 pm

Anscheinend konnte Sirius nichts mit ihrer Frage nach der Großzügigkeit des Angebots seiner Freundschaft anfangen. Das bewies ihr sein Schulterzucken, woraufhin sie nur grinsen konnte. Vielleicht hoffte er ja, dass sie die Frage wieder vergaß, wenn er nicht weiter darauf einging; dass dem nicht so sein würde, sagte sie lieber nicht. Sie ließ es unbeantwortet im Raum stehen. Schließlich war die Frage ja nun nicht überlebenswichtig.
"Machst du dich lustig über mich?", fragte sie mit leicht zusammengekniffenen Augen, aber einem amüsanten Schmunzeln. "Du glaubst mir nicht, dass ich locker bin, was?"
Nun ja, sie würde ja noch genug Zeit haben, um ihm genau das zu beweisen. Irgendeine Gelegenheit würde sich schon ergeben. Während Sirius sich auf seinen Sitz fallen ließ und seine Eule neben sich stellte, platzierte Kassi ihren Eulenkäfig ebenfalls auf den noch freien Platz, ehe sie sich damit abmühte ihre Tasche und anschließend den Koffer auf die Gepäckablage zu hieven. Wäre doch bloß Lawrence noch bei ihr geblieben um ihr dabei zu helfen.
Nachdem das geschafft war, ließ sie sich gegenüber von Sirius auf den Platz fallen und pustete sich eine Haarsträhne aus dem Augenwinkel.
"Das habe ich mich auch schon gefragt", meinte sie und sah sich kurz im Abteil um. "Es dürfte doch eigentlich ein Leichtes sein, mit Magie dafür zu sorgen, dass hier alles schön groß ist."
Sie setzte sich etwas aufrechter hin und wühlte in ihrer Jackentasche herum. Kurz darauf holte sie eine große Tüte, gefüllt mit bunten bohnenähnlichen Süßigkeiten, hervor. Diese öffnete sie und hielt sie grinsend Sirius entgegen.
"Möchtest du? Die hat mir mein Vater mitgegeben. Er meinte, dass sie total lecker sind."
Sie selbst kannte die Süßigkeit noch nicht, wusste aber, dass Iro - ihr älterer Bruder - schon ziemlich böse Erfahrungen damit gemacht hatte. Sie war neugierig darauf, was sie beim ersten Mal erwischen würde.
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BeitragThema: Re: Sirius Black & Kassiopeia Lloyd   Mo Mai 30, 2011 2:59 pm

Zu seinem Glück ging Kassiopeia nicht weiter auf ihre merkwürdige Frage ein, jedoch ließ ihr Grinsen Sirius nicht so recht in Ruhe. Früher oder später würde sie ihn noch einmal darauf zu sprechen kommen, dessen war er sich sicher und auch dann würde er nicht die geringste Ahnung haben, was er antworten könnte. Großzügigkeit bei Freundschaftenschließen? Wie sollte er das denn verstehen? Er hatte ihr doch gar nichts gegeben, wodurch er großzügig hätte sein können. Ach, das war doch alles extrem verwirrend. Aber da Kassiopeia nicht weiter darauf einging, verlor auch er kein weiteres Wort darüber.
"Ich mach mich doch nicht lustig über dich!", sagte Sirius lachend. "Aber... Ja, ich glaub es dir nicht. So, wie du darauf bestehst..." Das war ja kaum zum Aushalten. Hartnäckigkeit war ja in Ordnung, aber warum war es ihr so mega wichtig, dass er sie für locker hielt? Er schüttelte leicht den Kopf, während sie sich abmühte, ihren Koffer auf die Gepäckablage zu hieven. Er überlegte, ob er ihr irgendwie helfen könnte, aber zum einen hatte er selber es nur gerade so geschafft, seinen Koffer zu verstauen, und zum anderen, hatte sie doch auch nicht um Hilfe gebeten. Nicht gerade Gentlemen-Like, aber der junge Black konnte sehen, dass das Mädchen es auch ohne seine Hilfe schaffte und sie sich danach ihm gegenüber auf den Sitz setzte. "Sag's laut", kommentierte Sirius. "So schwer kann so ein Zauber doch nicht sein." Und das von einem elfjährigen, der erst seit ein paar Tagen einen Zauberstab sein eigen nennen kann und noch nie zuvor einen einzigen Zauberspruch ausgeführt hatte. Sirius hatte doch keinen blassen Schimmer, wie komlpiziert oder nicht kompliziert ein solcher Vergrößerungszauber ist.
Mit einem leisen Rascheln holte Kassiopeia eine Tüte mit vielen, bunten Süßigkeiten aus ihrer Tasche. Grinsend hielt sie Sirius die Tüte entgegen und bot ihm ein paar an. "Du hast noch nie welche gegessen?!", fragte er erstaunt und griff sich ein paar. "Die Teile sind echt wahnsinn, du kriegst alle möglichen Geschmacksrichtungen, selbst total abgedrehte!", erzählte er, warf eine hellgelbe Bohne hoch in die Luft und fing sie mit dem Mund auf, nicht darauf gefasst, den bittersauren Geschmack einer Zitrone auf seiner Zunge zu schmecken. Überrascht kniff der Black die Augen zu und schüttelte sich. "Siehst du?", sagte er und grinste seine neue Freundin an, als er sich wieder halbwegs gefangen hatte und sich auch schon die nächste Bohne in den Mund schob.
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BeitragThema: Re: Sirius Black & Kassiopeia Lloyd   Di Mai 31, 2011 11:39 am

"Natürlich machst du dich nicht über mich lustig... Wie komme ich nur darauf?", fragte Kassi gutmütig spöttisch zurück. "Hm... Ich werde dich eines Tages bestimmt noch davon überzeugen. Ohne jeglichen Krampf."
Sie zwinkerte ihrem neuen Freund zu und beobachtete ihn dabei, wie er in die Tüte griff und sich eine der Bohnen zu Gemüt führte. Offenbar war der Geschmack weniger toll, denn er kniff die Augen zusammen und schüttelte sich. Kassi tippte auf Zitrone. Denn nur dann machte man solch ein Gesicht und zuckte so herum.
Leise lachend stöberte sie in der Tüte herum und griff sich eine schwarze Bohne. Auch wenn es offenbar alles treffen könnte, war sie zu neugierig, um sie nicht zu probieren. Kurzerhand steckte sie sich die Bohne in den Mund.
"Glaube ich auch nicht. Vielleicht sollten wir nachher mal einen Lehrer darauf ansprechen. Dann haben wir zum Schuljahresende bestimmt eine viel angenehmere Zugfahrt."
Sie kaute eine Weile auf der Bohne herum ohne wirklich bestimmen zu können, was sie da gerade im Mund hatte. Schulterzuckend kaute sie weiter und sah Sirius an.
"Nein, habe ich nicht. Paps hat die Bohnen zwar immer da gehabt, mir aber nie welche abgegeben. Er mag sie viel zu sehr", erklärte sie grinsend. "Aber jetzt, da ich nach Hogwarts komme, wollte mir eine... uuääärghh."
Kassi verzog ihr Gesicht und streckte die Zunge raus. Jetzt hatte sie endlich erkannt, was sie da im Mund hatte und es schmeckte ihr ganz und gar nicht.
"Nasse Erde...", erklärte sie ihrem Gegenüber. "Ist das widerlich..."
Tapfer schluckte sie den Rest herunter und wischte sich mit dem Handrücken dann über den Mund, auch wenn es nichts brachte. Toll, jetzt hatte sie die ganze Zeit über den Geschmack von feuchtem Boden im Mund. Eine weitere Bohne würde das ganze sicher nicht wegbekommen.
"Hast du Magier in deiner Familie?", wollte die junge Hexe wissen und beäugte skeptisch eine rote Bohne.
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BeitragThema: Re: Sirius Black & Kassiopeia Lloyd   Di Mai 31, 2011 12:48 pm

"Ich habe absolut keine Ahnung", versicherte er und setzte eine engelhafte Unschuldsmiene auf. Hoffentlich konnten sie dieses Thema bald mal wegstecken, wieso pochte sie nur so sehr darauf? Skeptisch beobachtete Sirius wie seine neue Freundin selbst in die Tüte griff und sich mit einem todesmutigen Blick eine rabenschwarze Bohne in den Mund schob. Bei diesen Bohnen musste man mit allem rechnen und nicht jede dunkle Bohne versprach nach Lakritz oder Zartbitterschokolade zu schmecken. Kassiopeia verzog jedoch zunächst keine einzige Miene und kaute mit fragendem Blick auf der kleinen Süßigkeit herum. "Ja, das überlass ich dann mal dir", erwiderte Sirius grinsend und beobachtete weiterhin Kassiopeia, wie sie kaute. Als sie ihren Satz unterbrach und dann doch noch angewidert das Gesicht verzog, lachte Sirius. "Da siehst du's. Du kannst jede ekelhafte Geschmacksrichtung erwischen", sagte er wieder und lachte immer noch.
"Dein Vater hat dir nie welche gegeben? Und du hast dir nie ein paar von den Teilen genommen?", erkundigte sich der junge Black, nachdem er sich wieder halbwegs eingekriegt hatte und vernünftig atmen konnte. "Tja, wird Zeit, dass du die Dinger endlich probieren kannst... Auch wenn nasse Erde nicht unbedingt das beste ist, was du erwischen könntest", gab er zu und grinste immer noch.
Auch Sirius fasste eine neue Bohne ins Auge, eine giftgrüne, eigentlich keine vertrauenserweckende Farbe vorweisen konnte, aber irgendwie interessant wirkte, als Kassiopeia eine Frage zu seiner Familie stellte. Er zog leicht die Nase kraus und kniff die Augen ein Stück zusammen. Familie war nicht unbedingt ein Thema, auf das er gut zu sprechen war. "Alle in meiner Familie sind Magier", sagte er knapp. "Und bei dir?"
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BeitragThema: Re: Sirius Black & Kassiopeia Lloyd   Di Mai 31, 2011 6:19 pm

"Das zieht nicht", meinte Kassi und deute grinsend unwirsch mit der Hand auf sein Gesicht, welches er zu einer engelsgleichen Unschuldsmiene verzogen hatte.
Kassi hatte schließlich einen Zwillingsbruder, mit dem sie dieses Spiel der Unschuldsmiene unzählige Male vollzogen hatte; ebenso mit ihrem älteren Bruder. Von daher fiel sie auf soetwas nicht mehr herein - zu ihrem Leidwesen aber auch weder ihr Zwilling, noch Iro oder aber ihr Vater.
Sirius fing an zu lachen, als Kassi das Gesicht verzog und ihm berichtete, was sie erwischt hatte. Sie selbst musste grinsen, auch wenn die nasse Erde wirklich, wirklich widerlich war. Es war einfach das Lachen von Sirius, welches eine ansteckende Wirkung hatte.
Vergnügt schmunzelte sie ihn an und aß dann ganz tapfer die rote Bohne. Unweigerlich begannen ihre Augen zu leuchten. Ihr Mut hatte sich ausgezahlt: Es war der unvergleichliche Geschmack von süßen Erdbeeren.
"Nein. Ich konnte mir ja nie welche mopsen, weil er sie immer so schnell weggegessen hat. Beziehungsweise lagert er sie irgendwo versteckt. Aber heute war er mal großzügig."
Sie pflichtete dem jungen Black nickend bei und griff erneut in die Tüte, die nun neben ihr lag.
"Falls du mehr haben willst, kannst du jederzeit zugreifen", informierte sie ihn und deutete auf den süßigkeitengefüllten Beutel. "Ich glaub, ein paar Schokofrösche haben sich zwischendrin auch noch versteckt."
Da sie ihn beobachtete, entging ihr seine Reaktion auf ihre Frage nach der magischen Abstammung in seiner Familie nicht. Offenbar war er nicht so gut auf das Thema zu sprechen. Wenn dem so war, würde sie nicht weiter nachfragen.
"Ich habe es von meinem Vater", sagte sie lächelnd.
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